Was wir lieben und als schön empfinden
ist ewig in seiner Vergänglichkeit
und umspannt uns,
wie nur einer Himmel und Erde umspannt:
Der Regenbogen
Ewig sind nicht Himmel und nicht Erden,
nicht die Wälder, die du angstvoll liebst.
Selbst wo nächtens du dioh an mich biegst,
bleibt die Frage: Wird es ewig werden?
Weiß ich doch, daß, wenn ich bei dir liege
und wenn alles Eis in uns getaut
du in deiner abkühlenden Haut
weiterträumst von einer andren Liebe.
Dieses Spiel der ungezählten Kröfte
in uns, um uns, mit uns manches Mal
dafür pressen wir die letzten Säfte
aus uns, wissend: Ruhe trägt ihr Ende
in sich, letztlich letztlich bleibt uns keine Wahl.
Wahnsinn wär’s, wenn ich solch Leben fände.
