Mädchen, wer darf dich erkennen,
wem gibst du dich offen hin?
Deiner Widersprüche Sinn
kann kein Menschenwort je nennen.
Trauer bricht nicht deine Lüste,
tausend Ängste lachst du aus.
Rotgefärbt hast du des Blaus
tiefe Sehnsucht und ich wüßte
gerne mehr von deiner Scham,
die du herrlich schamlos preisgibst
ohne daß du sie verrätst.
Weil du liebend niemals zahm,
wird, was länger du nicht aufschiebst,
wohl ein Seiltanz bis zuletzt.
