Kreise

ich kreise um mich
unsicher des Beginnens
ungelebte Gefühle versteinern mich
Worte bröckeln vom Gedankenfels, sammeln sich
Wo ist der Körper, der mich bewegt? Du liebst mich nur
an den müden Tagen zerbricht jede Welle der Lust
du bist der steinige Strand, den ich nicht aufwühlen kann
wir schliessen die Tür
ich wasche mich nackt an den Bildern deiner Haut den Streifen deiner 
Scham
ich spare meinen Samen für dich auf
du schüttelst Geld aus dem Sparschwein
und wieder breitet sich die Steife von unten her über meinen Körper
zu spät, zu schnell
umkniest du meine Hüften streichle ich dir Fußsohlen
umfasst mich deine Enge
bevor du dich spannst, müde und träg‘
brechen wir in den Schlaf
Am Morgen ist nur die weisse Kerze völlig abgebrannt – die rote aber 
unverzehrt
der Tee steht unangerührt kalt
eine letzte Welle der Lust zerstäubt an der Notwendigkeit aufstehen
mein Körper kann dich nicht wecken

Sucht