Zamo

Komm, laß uns treiben
im dunklen Strom der Lust.
Laß uns die Ufer meiden,
ich will dir endlich zeigen,
wovon wie nie gewußt.

Komm, treib mich an,
zu lange war ich schwach.
Entreiß mich jeder Liebe
in der ich mich kaum biege,
mach, daß ich weinend lach.

Komm treib mir aus
die Angst und jede Scham.
Laß reißen meine Wände –
in vieler Nächte Hände
war ich mir selbst zu zahm.

Komm, treib dich ein
in mich, so tief du kannst.
Nichts soll die Haut uns kühlen,
ich will mein Schreien fühlen
bis alles in uns tanzt.

Drittes Märchen