Mitt’nächtliche Städte sind Ringe,
vollkommen geschlossen, glatt und still.
In Schlaf ist gegossen, was tags schrill
den Hüter der strebenden Klinge
mit verderbender Kraft verzehrt.
Nur das Werdende schafft noch und wehrt
sich der Allmacht lebloser Dinge.
Gras wächst und Bäume singen im Wind,
gelbes Licht wärmt den Stein, macht ihn rund.
Endlich nun kann gedeihen jener Bund,
den die Natur ständig neu beginnt
und den wir erleben Tag für Tag –
kein ewiges Leben, doch ich sag:
Liebste, jetzt wär es Zeit für ein Kind.
