Es war noch Sonne, als ich einen Freund brauchte.
Er ließ sich sehen und redete mit mir
schrecklich viel.
Wehrlos wechselte auch ich die Themen,
fließend, wie die graugesichtigen Ströme auf den Straßen.
Als ich schließlich ans Telephon ging: vom Amt die Stimme-kein-Anschluß.
Es war nach Mitternacht, als ich einen Freund traf.
Er war einfach da und hörte zu
schweigsam wie ein Bär.
Wehrlos gab ich mich preis,
tief, wie die lauschende Stille
auf den Straßen.
Den Anruf vergaß ich.
Wozu die Verbindung unterbrechen?
Später erfuhr ich,
man habe die Telefonnummern geändert.
Das gab mir nochmals Mut.
