Iß russisch – iß Brot

Heute waren nun unser dritter Auftritt in einem Pionierlager. Unser längster – mit fünfzehn Liedern. Gildardo aus Kolumbien, Renell aus Cuba, Alex aus Uganda, Louis aus Peru, Sascha aus Sibirien, na und eben wir. Und wir immer viel Spaß, begeisterte Augen, Freude.
Dann kam das unvermeidliche Abendessen. Und hungrig waren wir ja, aber doch nicht so sehr! Und was da alles so auf den Tisch kam. Gretschka: Buchweizenbrei. Wie oft hatten wir diesen schon verschmäht! Doch an diesem Abend wurde noch Nachschlag verlangt. Nicht nur weil er schmeckte, sondern weil auch die Köchin unübertrefflich war. Und Brot müsst ihr essen – ich hole gleich – so richtig russisch. Bei uns sagt man, was du im Ofen hast, stelle auf den Tisch! Und nun müßt ihr noch Kekse essen, und Gretschka natürlich, mit Butter! Das schmeckt…!
So satt waren wir nie zuvor gewesen – ohne Fleisch und Fisch, Kartoffeln und Konfekt, was es hier nur wenig gab, und als wir schließlich vom Lager rollten, hielten wir jeder noch eine Tüte, vollgepackt von unserer Köchin, in der Hand. Iß Brot – mit Liebe.

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