Im Glas vor mir dein Bild, ein Schatten nur,
unsagbar fern. Warum? Du bist nicht hier.
Das Bild im Glas zerreißt zur Tür.
Ich geh’darauf zu, hindurch, hinaus,
bin wieder allein,
ohne dich zwischen Säulen aus Stein,
berührt nur von hastenden Blicken.
Über fliehenden Schuh’n ein papieren Gesicht:
eine Zeitung verdeckt mir die Augen.
Und ich treibe blind jenen Treppe zu,
die sich weitet mich aufzusaugen.
Nur Leiber und Wände kennt dieser Gang,
von erstarrtem Leben durchflutet,
wo jeder, ganz gleich ob es ihm gefällt,
auf eine Stufe wird gestellt.
mit einer endlosen Reihe Gesichter.
Alle verschieden und doch so gleich,
Gleichgültig roll’n sie vorrüber,
als wollten sie ewig so stehen,
als wüßten sie von keinem Ende,
an dem sie einsam nach Hause gehn.
Oder fehlen mir nur deine Hände?
Ist es noch weit?
Ich zähle die Lampen, sie lächeln kalt
ob meiner Zweifel. Noch immer kein Halt
in meinen Gedanken, ich gleite davon…
und langsam, ganz langsam
aus einer Spiegelwand
mir gegenüber, auf meinem Band
fahr‘ ich mir entgegen –
und jeder trägt jetzt mein Gesicht
vielfach gebrochen im Spiegellicht.
Ich fall‘ in die Wand, die biegsam bricht,
naß tropfen die Splitter auf meine Haut.
Ich stehe im Regen und weiß nicht wo,
doch –
ich werde dich wieder
finden.
