Wurzeln

Unzählige sind es, die längst zu Staub gewordenen Bäume und ihre Blätter, die vermoderten Sträucher und die nie gewachsenen Keime – sie alle bilden den uralten Boden des Lebens.
Wie viele halten sich darauf nur mühsam schmerzvoll ineinander verkeilt, wie viele schwanken einsam im nächtlichen Wind, umgeben von Entwurzelten, und wie viele reißen im Sturz andere mit, ehe sie träge verfaulen. Selten steht einer fest und reif. Und doch blüht es ringsum, drängt zum Licht, wächst, sammelt Kraft für das Dunkel der Leidenschaft.

Im Land der Leser